
Marie Jäschke wurde im April 1998 in Forst/Lausitz geboren. Ihren ersten Klavierunterricht erhielt sie im Alter von 4 Jahren an der Musik- und Kunstschule des Landkreises Spree-Neiße in Spremberg bei Frau Elena Kundt. Durch frühe Erfolge mit ersten Preisen bei regionalen Wettbewerben in der Lausitz blieb sie, trotz des Spielens weiterer Instrumente wie Gitarre und Querflöte, dem Klavier treu. Durch den zweiten Preis beim Steinway-Wettbewerb in Berlin, als ihren ersten international besetzten Wettbewerb, entschied sie sich im Alter von 10 Jahren für den Weg zur professionellen Pianistin.
Seit Juli 2008 erhielt sie ihren Unterricht durch Frau Prof. Galina Iwanzowa in Berlin.
Bereits ein Jahr später im Jahr 2009 wurde Marie Jäschke Mitglied der „Internationalen Musikakademie zur Förderung musikalisch Hochbegabter in Deutschland“ und erfuhr bis zur Aufnahme des Bachelorstudiums 2016 eine intensive Unterstützung durch diese. Im Rahmen zahlreicher Konzerte der Akademie spielte sie unter anderem wiederholt im Konzerthaus Berlin wie auch in der Deutschen Oper Berlin.
Mit 12 Jahren bestand sie die Aufnahmeprüfung zur Jungstudentin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin.
Im selben Jahr spielte sie als ihr Orchesterdebüt W. A. Mozarts Klavierkonzert B-Dur KV 23 mit dem Jungen Sinfonieorchester Berlin unter Andreas Schulz.
Seitdem stellt sie sich erfolgreich in regelmäßigen Abständen der internationalen Konkurrenz. So wurde sie nach dem „Steinway–Klavierspielwettbewerb“ Preisträgerin weiterer renommierter Wettbewerbe:
- 1. Preis „Internationalen Paul Hindemith Wettbewerb“
- 1. Preis internationalen Klavierwettbewerb „Virtuosi per musica di pianoforte“ in Usti nad Labem, Tschechien, sowie den Sonderpreis für die Interpretation der Sonate op.40/2 von Muzio Clementi
- 2. Preis „Young pianist of the north“ in Newcastle upon Tyne, Großbritannien (1. Preis wurde nicht vergeben)
- 3. Preis „Internationalen Hans Bülow Wettbewerb“ in Meiningen
- 3. Preis „Internationalen Anton Rubinstein Wettbewerb“ in Düsseldorf
- einen 1. Preis und den Yamaha-Festival-Preis in Bad Herrenalb
- den Hauptpreis beim Wettbewerb „Junge sorbische Musik“
Neben internationalen Wettbewerben, nahm sie jährlich am nationalen Wettbewerb Jugend Musiziert in den verschiedensten Besetzungen teil. Ob in der Kategorie Solo Klavier, wie auch in den Kategorien Duo Klavier und ein Streichinstrument, Duo Kunstlied und Duo Klavier und ein Holzblasinstrument erhielt sie Sonderpreise für höchste Wertungen und Preise bis auf Bundesebene. 2014 gewann sie beim Landeswettbewerb in der Kategorie Klavier Solo den Sonderpreis des Ministeriums für Kultur.
Im Wettbewerb enviaM Musik für Kommunen spielte sie sich mit ihrer Duopartnerin Lisabet Seibold (Violine) bis ins Finale und gewann in der Oper in Chemnitz den 1. Preis sowie den Publikumspreis.
Im Jahr 2016 absolvierte Marie Jäschke erfolgreich die Aufnahmeprüfung zum Bachelorstudium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ und erhielt fortan ihren Klavierunterricht bei Frau Prof. Wollenweber.
Im Alter von 10 Jahren, als sie ihre Ausbildung in Berlin fortsetzte, entwickelte Marie Jäschke eine enge Verbindung zu der Musik Frédéric Chopins. „Seine Musik ist die, bei der ich sofort das Gefühl habe sie zu verstehen und auch mich selbst verstanden fühle. Besonders Chopins Balladen sind meine Herzensstücke.“
So spielte sie im Alter von 19 Jahren alle vier Chopin-Balladen in einem Klavierrecital.
Nach ihrem Orchesterdebüt 2012 spielte sie weitere Klavierkonzerte mit dem Philharmonischen Orchester Cottbus unter Evan Alexis Christ im Staatstheater Cottbus und der Jungen Philharmonie Brandenburg unter Aurélien Bello und Peter Sommerer.
Mit George Gershwins Rhapsody in Blue war sie 2018 zum ersten Mal im großen Saal des Konzerthauses Berlin zu erleben.
Neben dem Studium nahm sie regelmäßig an Meisterkursen bei international anerkannten Pianisten im In- und Ausland teil. Sie absolvierte den 7º Curso para Jóvenes Músicos „Santa María del Paular“ in Spanien und wurde durch Meisterkurse bei Eldar Nebolsin, Martin Helmchen, Dmitri Alexeev wie auch Fali Pavri, Arie Vardi, Grigory Gruzman, Wolfgang Manz oder Elisabeth Leonskaja inspiriert.
Im kammermusikalischen Bereich entwickelte Marie Jäschke neben dem Spiel im Klaviertrio sowie -Quartett das Bedürfnis in außergewöhnlichen Besetzungen zu experimentieren. Beispielsweise im Duo mit Harfe sowie im Duo mit Saxophon.
2019 etablierte sich aus der gemeinsamen Arbeit mit dem Saxophonisten Mattia Maccarelli das Duo ConTɻasten.
In ihrer kammermusikalische Ausbildung wurde sie durch Unterrichte bei Prof. Wolfgang Redik, Wayne Foster-Smith, Jonathan Aner, Prof. Maria Graf und Johannes Ernst maßgeblich angeregt.
Bei den Pianisten Prof. Wolfram Rieger und Prof. Karola Theill erhielt Marie weitere Inspirationen im Bereich der Liedgestaltung. In diesem Zusammenhang spielte sie unter anderem im Lunchkonzert in der Berliner Philharmonie.
Auch im pädagogischen Bereich ist Marie praktisch tätig. Methodische und didaktische Anregungen erhielt sie von dem Musikwissenschaftler Dr. Reiner Hellige und dem Pianisten Konrad Maria Engel. In ihrer Arbeit mit ihren Schülern ist es ihr wichtig, Musizierfreude und theoretische Musikverständnis in gleicher Weise zu entwickeln.
Von Oktober 2018 bis September 2021 wurde sie mit dem Deutschlandstipendium ausgezeichnet.
Im selben Jahr schloss sie ihr Bachelorstudium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Prof. Birgitta Wollenweber ab und begann ebenso dort das Masterstudium. Seit ihrer Aufnahme zur Jungstudentin zählte sie dort zu einer der wenigen deutschen Pianistinnen an dieser international ausgerichteten Hochschule.
Seit dem Wintersemester 2021 setzt sie ihren Master bei dem renommierten Pianisten Matthias Kirschnereit an der HMT Rostock fort.
