„Music is the strongest form of magic.”
Diese Worte faszinieren mich und so begleiten sie mich seit geraumer Zeit. Sie sagen in besonderer Weise aus, was auch ich über die Musik denke. Sie verzaubert. Sie verzaubert nicht nur mich sondern auch die Zuhörer. Aus diesem Grund bin ich beim Erarbeiten eines Stückes immer auf der Suche nach dem besonderen, magischen Ton und dem ganz besonderen Klang und dem Geheimnis, welches sich hinter den Noten verbirgt. Auf diese Weise bin ich unablässig darum bemüht, dieses Mysterium auch meinem Publikum erlebbar zu machen. Dabei sehe ich mein Instrument, das Klavier, in dieser Hinsicht als ein besonders geeignetes Mittel an. Gibt es mir doch die Möglichkeit Gefühle und Emotionen in etwas Hörbares umzusetzen, ohne dass Worte ausgesprochen werden müssen.

Schon seit meiner frühen Kindheit bestand mein Leben zu einem großen Teil aus Musik. Ich begann mit 4 Jahren zu tanzen und neben dem Klavier auch andere Instrumente zu spielen. Mit fortschreitendem Alter entwickelte sich bei mir unbewusst das Ziel am Klavier mit meinen Händen und Fingern singen zu können. Die Entwicklung dahin habe ich unter anderem auch meinen Eltern und ersten Klavierlehrern zu verdanken. Ich kann mich nicht erinnern, dass es in meiner Familie einen Tag gab, an dem keine Musik gehört oder gemacht wurde. Heute kann ich mir nichts Schöneres vorstellen, als diese, meine Berufung, ein Leben lang ausführen zu können und mit meiner künstlerischen Ausdrucksfähigkeit mein Publikum emotional zu berühren.
Im Laufe meines Studiums wurde mir zudem in immer stärkerem Maße bewusst, dass die Klavierliteratur, wie ich finde wie bei kaum einem anderen Instrument, geradezu unerschöpflich und inspirierend ist. Sie beinhaltet so viele wundervolle Werke, die mich begeistern und die ich unbedingt selbst spielen möchte. Oft wünsche ich mir, die Tage mögen nicht enden, um ausreichend Zeit zu finden sich mit diesen Schätzen beschäftigen zu können, sie zu erarbeiten und danach den Zuhörern darbieten zu können.
Auch das Eintauchen in die Musik gemeinsam mit anderen Musikern und das gemeinschaftliche Entwickeln einer Interpretation ist eine überaus inspirierende Bereicherung für mich. Ich hatte bisher schon oft die Möglichkeit mit den verschiedensten Instrumenten im Duo sowie auch im Trio und Quartett zu spielen und mit Sängern gemeinsam arbeiten zu dürfen. Das interaktive Musizieren mit Kammermusikpartnern erweitert neben der unbestrittenen Spielfreude, die ich dabei erlebe, auch meinen musikalischen Horizont und mein Verständnis für meine solistische Arbeit.

Besonders erhebend erlebe ich die Zusammenarbeit mit Orchestern. Umgeben zu sein von fantastischen Musikern und deren Vibrationen ihres Spiels, bringen mich in andere Sphären, in welche ich mit meinem Musizieren zu gern eintauche.
Wenn ich mit meinem Spiel Emotionen bei meinem Publikum hervorrufen kann, ist dies für mich die größte Wertschätzung meines künstlerischen Tätigseins. Es zeigt mir, dass ich die Seelen der Menschen erreichen kann und sie bereit sind, sich zu öffnen und die Musik zu fühlen.
Wenn die Zuhörer nach den Konzerten zu mir kommen und sich bedanken und ich in ihren Augen die Emotionen sehen kann, die ich bei ihnen erwecken konnte, ist das für mich ein besonderes Glücksgefühl.
